Alchimea
 

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Fragen zu Schafwolle Wärmedämmung Alchimea lana

Im unten aufgeführten Katalog sind diejenigen Fragen aufgeführt, die uns im Zusammenhang mit unserem Schafschurwolle-Dämmstoff Alchimea lana immer wieder gestellt werden. Es ist dabei zu beachten, dass es in einem ersten Teil lediglich um die Eigenschaften unbehandelter Wolle geht, während im zweiten Teil die Eigenschaften speziell von Alchimea lana hinterfragt werden (hier geht es direkt zu den Fragen und Antworten zu Schafwolle).

 

Fragen zu Baumwolle Wärmedämmung isoblue

In Bearbeitung

 

Fragen zu Alchimea Naturfarben

Was verbirgt sich hinter den einzelnen natürlichen Rohstoffen (hier geht es direkt zur Rohstoffkunde)?

 

Allgemeine Fragen

- Wo finde ich die Informationen zu Versandkosten?

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Fragen zu Schafwolle Wärmedämmung Alchimea lana

 

I. Allgemeine Fragen zu Schafwolle

 

1. Was ist Schafschurwolle?

2. Ist die Verwendung von Schafwolle zur Wärmedämmung eine neue Idee?

3. Welches Alterungsverhalten zeigt Wolle?

4. Welche Beständigkeit zeigt Wolle gegen Feuer?

5. Welche Gase entstehen, wenn Wolle brennt?

6. Welches Absorptionsverhalten hat Wolle?

7. Kann Wolle Schadstoffe beseitigen?

8. Wie dämpft Wolle Temperaturspitzen?

 

II. Fragen zu Alchimea lana

 

1. Warum hat Alchimea einen Dämmstoff aus Schafschurwolle entwickelt?

2. Ist Alchimea lana resistent gegen Motten?

3. Reduziert die Ausrüstung auf der Wolle die gute Schadstoffreduktion von Alchimea lana?

4. Aus welchen Stoffen besteht Alchimea lana?

5. Was bewirkt die eingesetzte Stützfaser?

6. Stimmt es wirklich, dass Alchimea lana auch bei hoher Durchfeuchtung noch eine sehr gute Dämmwirkung besitzt?

7. Hat dunkle Wolle andere Eigenschaften als helle Wolle ?

8. Riecht eingebaute Alchimea lana ?

9. Wie kann man Verschnittreste von Alchimea lana entsorgen?

10. Sind Schafwollfasern karzinogen ?

11. Welche energetische Ökobilanz hat Alchimea lana im Vergleich zu anderen Dämmmaterialien?

 

I. Allgemeine Fragen zu Schafwolle

1. Was ist Schafschurwolle ?

Als „Schafschurwolle“ dürfen nur solche Schafwollen bezeichnet werden, die vom lebenden Schaf geschoren und zum ersten Mal verarbeitet werden. Die Tiere kommen dabei nicht zu Schaden.

Je nach Rasse, Körperbereich und Schurzyklus haben die Fasern eine Länge zwischen 2,5 und 20 cm.

Im Querschnitt zeigt die Wollfaser (Durchmesser 10 – 70 Mikrometer: μm) eine mehrschichtige Feinstruktur. Wie bei allen tierischen Fasern (im Unterschied zu synthetischen) ist die Oberfläche der Wollfaser geschuppt (Cuticula). Sie bedeckt langgezogene Spindelzellen (Cortex), die sogenannten Fibrillen. Im Innern liegt eine Markschicht (Medulla). Es kommen auch innen hohle Fasern (Markkanal) vor.

Wolle ist also - modern ausgedrückt - ein Hochleistungs-Compound, ein Verbundwerkstoff, der im Vergleich zu anderen, synthetischen Textilfasern ein wesentlich komplexer aufgebautes Gebilde darstellt und auf chemische und physikalische Einflüsse oft auch völlig anders reagiert.

Im chemischen Aufbau ist die Schafwolle-Faser dem menschlichen Haar sehr ähnlich: Sie ist aus Proteinen (Keratin) aufgebaut, die in ihrer Primärstruktur hauptsächlich aus über Amidbindungen verknüpften Aminosäuren bestehen. Diese Verknüpfungsart findet sich auch bei den synthetischen Polyamiden wieder. Wolle enthält neben den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff auch Stickstoff und kleinere Mengen Schwefel.

2. Ist die Verwendung von Schafwolle zur Wärmedämmung eine neue Idee?

Die dauerhafte, dreidimensionale Kräuselung der Wolle sorgt für hohen Lufteinschluss. Daraus ergibt sich ihr hohes Wärmerückhaltevermögen. Die isolierenden Eigenschaften schützen dabei gleichermaßen gegen Kälte und Wärme.

Von der Natur entwickelt, hat sich Wolle als nachwachsender Faserrohstoff in Millionen von Jahren bei der Körper-Wärmedämmung im Tierreich bewährt. Auch im Bekleidungsbereich ist der Werkstoff Wolle seit Jahrtausenden bekannt. Schon die Ägypter beherrschten 5000 v. Chr. die Herstellung von Wollfilzen. Selbst im Zeitalter der High-Tech-Synthetikfasern hat Wollbekleidung ihren festen Platz in jedem Kleiderschrank.

Auch im Baubereich ist Wolle zur Wärmedämmung bereits seit dem 19. Jahrhundert patentiert (Deutsches Patent 12217) und hat sich seit Generationen, vor allem in der Schweiz, in der Gebäudedämmung bewährt. Auch Prof. Dr. Zahn und Prof. Blankenburg vom Deutschen Wollforschungsinstitut an der RWTH Aachen beschreiben den Einsatz von Wolle als Isoliermaterial (Deutsche Schafzucht 2/1993 S.31).

3. Welches Alterungsverhalten zeigt Wolle?

Dass Wolle im trockenen Zustand Jahrhunderte ohne starke Schädigung übersteht, zeigen Funde antiker Wollfasern im Wüstensand.

In nassem Zustand unter der Mitwirkung von Bakterien, Schimmelpilzen und keratinzehrenden Insekten verrottet sie. Diese 100% biologische Abbaubarkeit macht Wolle zu einem Produkt ohne Entsorgungsprobleme.

4. Welche Beständigkeit zeigt Wolle gegen Feuer?

Wolle ist aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung (hoher  Stickstoffgehalt) ein schwer brennbarer Faserrohstoff und besitzt von Natur aus gute flammhemmende Eigenschaften. Ihre Hygroskopizität verbessert weiterhin die Feuerbeständigkeit, da bei der Verdampfung von Wasser sehr viel Energie benötigt wird.

Schafwolle besitzt eine hohe Entzündungstemperatur (etwa 600°C, Baumwolle 220°C), setzt wenig Verbrennungswärme frei (20,7 kJ pro g, Polyethylen 44 kJ pro g) und verbrennt mit niedriger Flammentemperatur (680 °C, Acetatseide 960 °C).

5. Welche Gase entstehen, wenn Wolle brennt?

Bei der sauerstoffreichen Verbrennung von Wolle entstehen die Verbrennungsprodukte Kohlendioxid, Wasser, Stickoxide und geringe Mengen Schwefeldioxid (Schwefelgehalt der Wolle). Es entsteht keine Salzsäure (HCl) und kein Phosgen wie dies z. B. bei Baustoffen aus PVC der Fall ist.

Bei der Verschwelung entsteht CO. Dieses Gas bildet sich bei der sauerstoffarmen Verbrennung aller kohlenstoffhaltigen Materialien (Holz, Papier, Kohle, Kunststoffe).

Allerdings neigt Wolle nicht zu Schwelbränden, wie dies z. B. Papier oder Holz tut, da Wolle nicht gut glimmt.

6. Welches Absorptionsverhalten hat Wolle?

Wolle isoliert nicht nur gegen Kälte und Wärme, sondern hat auch wegen ihrer Fähigkeit, Wasser zu absorbieren, einen günstigen Einfluss auf das Raumklima. Wolle hat einen durchschnittlichen, natürlichen Wassergehalt von 10 bis 12 %, kann jedoch bei 100% Luftfeuchtigkeit bis zu 30 % ihres Gewichts an Wasser binden, ohne sich feucht anzufühlen. Die Wärmeleitfähigkeit wird dabei nicht negativ beeinflusst! Bei Abnahme der Luftfeuchtigkeit wird das Wasser wieder abgegeben.

Der Wassergehalt der Wolle macht sie auch antistatisch.

7. Kann Wolle Schadstoffe beseitigen?

Wolle kann aggressive Gase wie Schwefeldioxid chemisch und physikalisch binden und somit die Raumluft verbessern.

Sehr interessant ist die Fähigkeit von Wolle Formaldehyd aus der Raumluft zu entfernen. Dies beruht auf der chemischen Zusammensetzung von Wolle.

Die Amin- und Amidgruppen von Wolle reagieren unter der Bildung von Quervernetzungen:

R-CONH2 +HCHO+NH2R’ -> R-CO-NH-CH2-NHR’+ H2O

Technisch wird diese Reaktion in der Textilindustrie zur Stabilisierung von Wolle und anderen Keratinfasern verwendet. Die Reaktionsprodukte sind dabei sehr stabil und spalten kein Formaldehyd ab.

Literatur: Schieke, E., Wolle als textiler Rohstoff, 2. Aufl., Schiele & Schön, Berlin 1987, S. 87.

8. Wie dämpft Wolle Temperaturspitzen?

Wolle führt durch ihren Feuchtegehalt zu einer Phasenverschiebung bzgl. Außen- und Innentemperaturmaxima und damit zu einer Dämpfung der Temperaturspitzen:

Bei hohen Außentemperaturen wird aus der Wolle Wasser desorbiert und verdampft. Dazu sind hohe Energiemengen notwendig, der Wärmeeintrag in das Gebäude wird somit verzögert.

Bei nächtlicher Abkühlung tritt der umgekehrte Effekt durch die endotherme (energieabgebende) Kondensation und Absorption von Wasser in Wolle auf.

 

 

II Fragen zu Alchimea lana

1. Warum hat Alchimea einen Dämmstoff aus Schafschurwolle entwickelt?

Alchimea beschäftigt sich seit vielen Jahren ausschließlich mit Naturbaustoffen. Die Motivation für die Entwicklung eines eigenen Dämmstoffes ergab sich aus dem erkennbaren Mangel an wohngesunden Dämmmaterialien mit gleichzeitig hoher technischer und ökologischer Qualität und einfacher Verarbeitbarkeit bei einem breiten Anwendungsspektrum.

Da die Natur in vielfacher Weise Vorbild ist, gelangte man beim Thema Wärmedämmung zwangsläufig auf die Lösung „Behaarung“. Das Beispiel Schaf, noch extremer das Beispiel Eisbär, demonstriert zu welch hoher Leistung eine natürliche Wärmedämmung fähig ist.

Schafwolle erfüllt dabei zwei wesentliche, gesundheitliche Anforderungen: Die Wollfaser ist mit ihrer unterm Mikroskop betrachteten enormen Dicke (im Vergleich zu Fasern anderer Dämmstoffe) normalerweise nicht lungengängig. Sollte ein Faserbruchstück aber dennoch inhaliert werden, so ist die Faser als reine Eiweißstruktur nicht lungenbeständig, d.h. wird vom Körper mit Hilfe von Makrophagen (großen Fresszellen) abgebaut.

Unter den industriell verwendbaren und ausreichend zur Verfügung stehenden (nachwachsenden) Materialien kann Schafwolle deshalb als ein idealer Rohstoff angesehen werden.

2. Ist Alchimea lana resistent gegen Motten?

Ja! Die rohe Schafschurwolle wird zuerst in mehreren Waschbädern mit Soda und Seife  sauber gewaschen und gespült. Dieser Reinigung schließt sich die Ausrüstung in einem weiteren Waschbad an.

Diese Ausrüstung mit einem Wirkstoff gegen Keratin-Schädlinge, wie z.B. Kleidermotten und Pelzkäfer, ist notwendig und vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Alchimea verwendet hierfür ausschließlich ein Schutzmittel auf Basis eines synthetischen Pyrethrums. Dieses Mittel ist von der Bundesanstalt für Arbeitssicherheit für genau diesen Zweck notifiziert (zugelassen). Durch die Verwendung im Waschbad ist wirklich jede einzelne Wollfaser rundum ausgerüstet und dadurch wird eine sehr hohe Schutzstufe erreicht. Die Verwendung von nicht zugelassenen Produkten und/oder das ledigliche Besprühen mit Schutzstoffen, wie leider von einigen Herstellern praktiziert, kommt für Alchimea nicht in Frage.

Unsere Schutzausrüstung wird von der Wolle fest eingebunden (Mechanismus siehe Punkt  I .7.) Dadurch wird eine Freisetzung von Schutzmitteln wirksam vermieden.

3. Reduziert die Ausrüstung auf der Wolle die gute Schadstoffreduktion von Alchimea lana?

Nur ganz minimal. Die gesamte Ausrüstung liegt nur zwischen 500 und 700 ppm also kleiner 0,1%, während die Kapazität der abbaubaren Schadstoffe über 2% liegt. Dadurch kann Alchimea lana  mehr Schadstoffe vernichten als eine hierfür spezialisierte Aktivkohle.

4. Aus welchen Stoffen besteht Alchimea lana ?

Alchimea lana ist volldeklariert:

  • Schafschurwolle (ca 88 %)
  • Stützfaser aus Polyester(12 %)
  • Synthetisches Pyrethrum (<0,1%)

Beim Reinigungsvorgang wird Soda verwendet.

5. Was bewirkt die eingesetzte Stützfaser?

Wir mischen eine Polyesterfaser zu, um höhere Produktionsdicken zu erzielen. Die Faser, die chemisch einer normalen Textilfaser aus dem Bekleidungsbereich entspricht, ist außen amorph, das heißt, sie wird bei starker Erhitzung leicht klebrig. Beim wieder Abkühlen entstehen so an den Faser-Kreuzungspunkten feste Klebepunkte. Dies ermöglicht die Herstellung dicker Dämm-Matten und Platten, die eine gewisse Steifigkeit besitzen und den Einbau sehr erleichtern.

6. Stimmt es wirklich dass Alchimea lana auch bei hoher Durchfeuchtung noch eine sehr gute Dämmwirkung besitzt?

Ja, der Wärmeleitfähigkeitskoeffizient λ im trockenen Zustand entspricht dem im feuchten Zustand (Messergebnisse des FIW, München). Das kann man sich so vorstellen, dass bei Feuchte das Wollhaar dicker wird, also die Feuchte in die Faser einlagert. Die Außenseite der Faser bleibt dabei trocken. Die meisten anderen Fasern bilden einen hauchdünnen Wasserfilm an der Oberfläche aus, der dann sehr viel Wärme durchleitet. Neben dieser hervorragenden technischen Eigenschaft von Alchimea lana sei hier auch nochmals auf ihre natürliche Fähigkeit zur Dämpfung von Temperaturspitzen hingewiesen (vgl. Abschnitt I, Punkt 8). Das dort beschriebene Phasenverhalten hat wesentlichen Einfluss auf das Innenraumklima und damit auf das allgemeine Wohlbefinden.

7. Hat dunkle Wolle andere Eigenschaften als helle Wolle ?

Nein.

8. Riecht eingebaute Alchimea lana ?

Nein. Ein Dämmvlies aus „Alchimea lana“ hat keinen stärkeren Eigengeruch als    z. B. ein Wollpullover. Geruch verursachende Verunreinigungen und Wollfett werden durch den Waschvorgang von der Rohwolle entfernt. Die zum  Insektenschutz zugefügten Mittel weisen keinen Eigengeruch auf.

9. Wie kann man Verschnittreste von Alchimea lana entsorgen?

Verschnittreste sind ein wertvoller Rohstoff und können über die Altkleidersammlung wieder der faserverarbeitenden Industrie zur Verfügung gestellt werden.

10. Sind Schafwollfasern karzinogen ?

Nein! Von Sachverständigen wurde vorgeschlagen (VDI-Berichte, (1990), Heft 853, Seite 39-106), Partikel mit einem Länge-Durchmesser-Verhältnis von mind. 5:1 als für den Menschen krebserzeugend einzustufen, wenn sie länger als 5 μm und gleichzeitig dünner als 2 μm sind und dazu eine ausreichende Biobeständigkeit besitzen.

Mit ihrer vergleichsweise großen Dicke von 25-70 μm fallen Wollfasern jedoch aus der Einstufung “karzinogen, weil lungengängig“ heraus. Als reine, tierische Eiweißfaser gilt Wolle auch als nicht als lungenbeständig.

Auch bei Schafwolle ist das Auftreten von Wollstaub nicht auszuschließen, wenn auch in sehr geringen Mengen. Obige Kriterien sind jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach auch bei Eiweißfaser-Bruchstücken nicht erfüllt: Wolle besitzt eine schuppige Oberfläche. Lösen sich die Schuppen durch mechanische Einflüsse ab, besitzen sie Dimensionen von ca. 5*5 bis 10*10 μm, sind also nicht faserförmig und somit auch nicht lungenbeständig.

Wäre Staub aus Eiweißfasern (Haaren) karzinogen, müsste es wegen des alltäglichen Umgangs damit bereits Hinweise darauf aus medizinischen Statistiken geben.

Von daher geht nach unserem heutigen Kenntnisstand von Alchimea lana keine Gefährdung  aus.

Diese herausragende Eigenschaft war für uns einer der wesentlichen Beweggründe, Wolle als Rohstoff für ein Bauprodukt einzusetzen.

11. Welche energetische Ökobilanz hat Alchimea lana im Vergleich zu anderen Dämmmaterialien?

Wolle ist nach Untersuchungen der Zeitschrift Öko-Test (11/93, S. 77) der Dämmstoff mit dem niedrigsten Primärenergieverbrauch pro m3.

 

Die vorliegenden allgemeinen Informationen ohne rechtsverbindlichen Charakter spiegeln den momentanen Erkenntnisstand wider.

Für weitere Fragen, wenden Sie sich bitte direkt an uns.



 

Rohstoffkunde für Alchimea Naturfarben

Balsam-Terpentinöl
aus Kiefernbalsam durch Destillation gewonnenes Verdünnungs- und Lösemittel für Naturfarben

Bienenwachs
von Honigbienen abgesondertes, gereinigtes Wachs. Dient zur Herstellung von Holzwachs (Hartwachs)

Borax
seltenes, natürliches Mineral das bei der Austrocknung amerikanischer Seen entstanden ist. Das leichte Alkali wird bei der Herstellung von Wandfarben, Putzen, Seifen und Waschmitteln verwendet.

Borsäure
Wird aus Borax hergestellt. Die schwache Säure dient in wässrigen Naturfarben der Regulierung von ph-Werten.

Borsalz
Reines Natriumoktaborat. Natürliches Mineralsalz aus amerikanischen Seen. Wird zum biologischen Holzschutz und Flammschutz eingesetzt.

Carnaubawachs

Wird aus den Blättern der brasilianischen Carnaubapalme gewonnen. Das sehr harte Naturwachs verbessert die Eigenschaften weicherer Wachse in Produkten wie Holzwachs, Hartwachs, Öl-Wachs und Pflegeprodukten.

Casein
Bestandteil der Kuhmilch. Wird als Emulgier- und Bindemittel in Wandfarben und Streichputz eingesetzt.

Citrate
Werden aus der Säure von Zitrusfrüchten gewonnen. In Reinigern und Seifen wirken sie wasserenthärtend und kalklösend.

Dammar

Das Harz vom indonesischen Dhorea-Baum ist hell-gelblich und leicht zitronig. Dammar wird zur Herstellung von Harz-Bindemitteln in Wandfarben eingesetzt.

Ethanol

Alkohl aus der Vergärung zucker- und stärkehaltiger Pflanzen. Ethanol wird in Haushaltsreinigern, Seifen, Pflegemitteln usw. eingesetzt.

Eucalyptusöl
Rohstofflieferant ist der Eucalyptusbaum. Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Es wirkt antimikrobiell in wässrigen Systemen wie Streichputz und Wandfarben.

Fettsäurealkoholester
Fettsäure reagiert mit Alkohol (Veresterung). Es entsteht ein Stoff mit emulgierenden Eigenschaften der in Parkett-Pflegemittel und –Emulsionen Verwendung findet.

Holzöl-Standöl
Das stark wasserabweisende und schnell trocknende Öl wird aus den Samen asiatischer Tungbäume gepresst. Weil es sehr gut in Holzoberflächen eindringt, wird es in Naturfarben wie Lasuren, Lacken und Öl-Grundierungen eingesetzt.

Kalk
Kalk oder fachsprachlich Calciumcarbonat ist ein häufig vorkommendes, natürliches Mineral und Bestandteil des Kalksteins. Kalk wir als Füllstoff in Wandputzen und Wandfarben eingesetzt.

Kalk-Kolophonium
Das Naturharz Kolophonium (Bestandteil aus dem Harzbalsam von Kiefern) wird geschmolzen, der Säuregehalt mit Kalk reduziert. Das Bindemittel mit guten mechanischen Eigenschaften wird in unseren Holzölen wie z.B. Hartöl und Holzlasur verwendet.

Kaolin
Natürliche weiße Prozellanerde. In Pulverform dient Kaolin als Füllstoff für Wandfarben.

Kolophonium-Glycerinester

Durch Verkochen mit Glycerin (Bestandteil von Pflanzenfetten) werden die Eigenschaften des Kolophoniums weiter verbessert. Es entsteht ein harziges, elastisches und sehr witterungsbeständiges Bindemittel für Holzlasuren.

Kreide
Ist wie Kalk ein natürliches Calciumcarbonat. Das feine, weiße Sedimentgestein aus fossilen Kleinlebewesen findet man als Pigment und Füllstoff in Wandfarben und Putzen.

Lecithin

Wir aud dem Rohöl von Sojabohen gewonnen. Der Phospholipid-Bestandtei dient als Emulgator und bewirt ein e gute Verteilung von Farbpigmenten z.B. in Wandlasuren.

Leinöl
Das Leinsamenöl wir aus den Samen der Flachs-Pflanze durch Auspressen gewonnen. Seit jeher ist das goldgelbe Öl ein wichtiges Bindemittel für ölige Naturfarben wie Lacke, Holzlasuren und imprägnierende Holzöle.

Leinöl-Standöl
Durch Erhitzen von Leinöl entsteht ein zäheres, aber auch helleres, witterungs- und alterungsbeständiges Farben-Bindemittel für Lacke und Lasuren.

Marmorsand
Das mineralische Carbonatgestein steht vom feinsten Pulver bis hin zur Sanden in verschiedensten Körnungen zur Verfügung. Marmorsand wird für Streichputze und Grundierungen benötigt.

Methylzellulose
Der chemisch hergestellte Stoff ist Hauptbestandteil von Tapetenkleister. Das weiße Pulver aus Holzzellulose wird nach Quellung als Verdickungsmittel in Wandfarben und in Streich- und Rollputz eingesetzt und ist weder giftig noch allergen.

Natronwasserglas
Die alkalische Lösung wir aus Quarzsand und Kaliumcarbonat gewonnen. Es dient der Verfestigung mineralischer Untergründe wie Putzen und Mauerwerk durch Verkieselung bei der Trocknung.

Orangenöl

Wird aus Fruchtschalen von Orangen gewonnen. Das natürliche Lösemittel ist ein Nebenprodukt der Orangensaftproduktion und verdünnt Öle und Harze in Naturfarben wie Grundieröl, Hartöl, Holzlasur usw.

Pigmente

Natürliche Erdfarben, anorganische Mineralfarben und künstliche Pigmente wie Eisenoxidpigmente sind farbgebende, wetterbeständige und lichtechte Substanzen zur Herstellung farbiger Holzlasuren, von Buntlacken und Abtönfarben.

Pottasche
Ist das Kaliumsalz der Kohlensäure (fachsprachlich Kaliumcarbonat) und wurde früher aus Holzasche gewonnen. In Naturfarben dient das leichte Alkali zum Verseifen von Pflanzenölen, Wachsen und Harzen.

Quarzsand
Besteht größtenteils aus natürlichen Quarzkörnern. Das chemisch hochwiderstandsfähige Mineral ist praktisch unbegrenzt verfügbar. Quarzsand ist Bestandteil von strukturierenden Anstrichen bzw. Putzen, wie  z.B. Streich- und Rollputz.

Quellton
Oder Bentonit. Das natürliche Tonmineral mit starkem Quellverhalten wird zur Einstellung von Fließeigenschaften z.B. in Lacken verwendet.

Rizinen-Standöl
Aus dem Grundstoff Rizinusöl (aus dem Samen eines tropischen Wolfsmilchgewächses) entsteht durch Wasserentzug gut trocknendes und hochwertiges Bindemittel für Holzöle, Lasuren und Lacke.

Rosmarinöl

Das ätherische Öl wird aus dem Rosmarinstrauch gewonnen. In Wandfarben und anderen wässrigen Systemen wird es wegen seiner antimikrobiellen Wirkung gegen Bakterien und Schimmelpilze zur Konservierung eingesetzt

Silikate

Salze der Kieselsäure sind in der Natur weitverbreitete Mineralien. Beispielsweise besteht die Erdkruste zu über 80 % aus Silikaten. In Naturfarben setzt man Siikate als Bindemittel ein.

Titandioxid
Das ungiftige, hochweiße Pigment stammt aus dem natürlichen Mineral Rutil. Wegen seiner hohen Deckkraft wird das Pigment in Wandfarben und Lacken eingesetzt.

Trockner (bleifrei):

Bleifreie Metallsalze aus Calcium, Cobalt, Zirkonium und Eisen. Sie bewirken eine schnellere Trocknung der in Naturfarben wie Grundieröl, Hartöl, Holzlasuren und Lacken verwendeten trocknenden Pflanzenöle.

Transparente Eisenoxide
Mikrofeine, gemahlene Eisenoxid-Pigmente für die Herstellung von transparenten Holzlasuren. Wirken der Vergrauung des Holzes entgegen und verdecken dabei die Holzmaserung nicht.

 

 

 

 

Allgemeine Fragen

 

- Wo finde ich die Versandkosten?
Versandkosten zu unseren Naturfarben sind auf unserer Seite unter Preislisten/Versand zu finden.

 
 
 
 

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Fax 06826 5204-40

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